Kobinet-News

Vergessen: Inklusion in der Arbeitswelt

Inklusion in der Arbeitswelt belegt den Spitzenplatz unter den vergessenen Nachrichten in Deutschland. Auch im vergangenen Jahr sind wieder Themen und Geschichten nicht in den Medien erschienen, obwohl sie gesellschaftlich wichtig sind. Auf ihrer Jahrespressekonferenz hat die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) e.V. heute im Deutschlandfunk die Top Ten der vergessenen Nachrichten 2018 vorgestellt. Zeitungsschiffchen

Diskussion unter Sozialdemokraten

Ab morgen werden die Mitglieder der SPD befragt, ob die Sozialdemokraten wieder eine Regierung mit den beiden christlichen Unionsparteien bilden können. Am 4. März soll feststehen, ob es zu einer Neuauflage der von den Wählern abgestraften großen Koalition kommt oder die Partei sich in der Opposition erneuern muss. Von der bisherigen großen Koalition enttäuschte behinderte Mitglieder und Anhänger der Partei befürchten angesichts der dürftigen Aussagen zur Behindertenpolitik in der Koailtionsvereinbarung, dass sich ihre Lebenssituation nicht wesentlich verbessert. SPD-Fahne auf dem Willy-Brandt-Haus

Behindertenrat kritisiert Lehrerverband

In der gegenwärtigen Debatte um inklusive Bildung kritisiert der Deutsche Behindertenrat den Lehrerverband und fordert, Bildung qualitativ zu verbessern statt das Bemühen um inklusive Bildung stoppen zu wollen. Emoji Mundmaler

Veranstaltung: Menschenrechte und Behinderung

Am kommenden Donnerstag, den 22. Februar um 19:00 Uhr findet im Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, in 10405 Berlin die Veranstaltung Menschenrechte und Behinderung statt. Die Internationale Liga für Menschenrechte und die Kellerkinder aus Berlin laden zu dieser Veranstaltung ein, die kostenfrei ist, wie der Inklusionsbotschafter Thomas Künneke mitteilte. Symbol Paragraf

Daughter of Mine

Vom warmen Licht des Südens war in der Vorankündigung für den italienischen Wettbewerbsbeitrag „Daughter of Mine" (Figlia mia) die Rede. Doch wer deswegen eine romantische Familiengeschichte erwartet hatte, musste gleich bei der ersten Kameraeinstellung erkennen, dass Sonne auch auf Unheil scheint. Die zehnjährige Vittoria (Sara Casu) wächst mit ihren Eltern in einem sardischen Dorf behütet, aber als Außenseiterin auf. Die meisten Menschen dort leben vom Fischfang. Sie trinken und arbeiten zusammen. Rau ist ihr Umgangston. Bild von der Berlinale

Arbeitsmaterial zum Mobbing behinderter Menschen

Jennifer Sonntag setzt sich derzeit intensiv mit dem Thema Mobbing behinderter Menschen auseinander. Hierzu hat die Inklusionsbotschafterin Informations- und Arbeitsmaterial zum Thema "Menschen mit Behinderungen und Mobbing am Arbeitsplatz" zusammengestellt. Auf ihrer Internetseite stellt sie dieses Betroffenen und Beratenden sowie allen relevanten AkteurInnen und engagierten AktivistInnen kostenlos zur Verfügung. Jennifer Sonntag

Momentaufnahme 022

Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen. (Heraklit von Ephoses) Ein Mensch auf dem Fels schaut in der Richtung Elbe. Elbsandsteingebirge.

Cobain

Kurt Cobain, Leadsänger von Nirvana, war er für viele eines der Idole der frühen 1990er Jahre. Nicht zuletzt sein früher Tod machte ihn zur Legende. Der fünfzehnjährige Cobain in Nanouk Leopolds Film vermutet allerdings, dass seine Mutter mehr den Drogensumpf als die Musik mit dem Namen verbindet. Entsprechend seine Ablehnung: "Wer will schon wie ein toter Junkie heißen", kanzelt er zwei jugendliche Gitarrenspieler ab, die seinen Namen, aber eben auch nur seinen Namen cool finden. Der Name scheint die Geschichte zu weisen. Bild von der Berlinale

Frankfurter kobinet-Treffen

Auf einem kobinet-Treffen in Frankfurt wurde heute beraten, wie dieser ehrenamtlich bertriebene Nachrichtendienst kritisch die Belange behinderter Menschen weiter verfolgen kann. Die Redaktion bedankt sich für die Mitarbeit vieler Betroffener, ohne die kobinet nicht die Resonanz als von Freund und Feind beachteter Online-Dienst erreicht hätte. Als Vorsitzender des kobinet-Vereins wurde Ottmar Miles-Paul wieder gewählt, als neues Mitglied Andreas Vega aus München aufgenommen. Gastgeber des Treffens war Harald Reutershahn aus Frankfurt am Main, wo die Kooperation Behinderter im Internet im Café Albatros den Nachrichtendienst gegründet hat. Cartoon zeigt kobinet-Macher und Konkurrenz-Leser

50 Jahre Berufsförderungswerke

Der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V. (BV BFW) feiert 2018 goldenes Jubiläum. Im Festjahr sind verschiedene Aktivitäten und ein Ausblick auf die Aufgaben der Zukunft geplant. Zahl 50

Hans-Peter Terno hat die Bühne verlassen

Hätte er den Zeitpunkt seines Todes gekannt, hätte Hans-Peter Terno sich bestimmt auf kabarettistische Weise oder mit einem markigen Spruch verabschiedet. Gestern wurde der Meeenzer Charakter, der auch die Behindertenbewegung und vor allem die Mainzer Behindertenpolitik durch sein vielfältiges Engagement mitgeprägt hat, von seinem Assistenten tot im Bett in seiner Wohnung in der Mainzer Altstadt aufgefunden. Eigentlich wollten die beiden wie an jedem Freitag auf dem Mainzer Wochenmarkt einkaufen gehen. Hans-Peter Terno an seinem Computer

Digitale Barrierefreiheit ist Daueraufgabe

Durch die fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen hängt die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zunehmend von der individuellen Möglichkeit ab, online aktiv zu sein. Das wurde auf dem Informativen Fachtag zu den Folgen der EU-Richtlinie für barrierefreie Websites und Apps öffentlicher Stellen betont. Emoji Rollinutzer am Desktop

Pflege bei Demenz in Heimen unzureichend

Ohne die Unterstützung von Angehörigen ist die Pflege von Menschen mit Demenz im Heim oft nicht sichergestellt, sagt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Selbsthilfe Demenz und beruft sich dabei auch auf den am 1. Februar vom Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen veröffentlichten fünften Qualitätsbericht zur Pflege. Drei rote Ausrufezeichen

Kostenloser Nahverkehr und Barrierefreiheit

Der VdK Nordrhein-Westfalen warnt davor, dass der kostenlose Nahverkehr den Abbau von Barrieren ausbremsen könnte. Mit Blick auf die neuesten Überlegungen der Bundesregierung zum kostenlosen Nahverkehr sowie die geplante Einheitshöhe bei Bahnsteigen fordert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass Barrierefreiheit nicht am Gleis enden darf. Logo des VdK Nordrhein-Westfalen

Bedenkliche Entwicklungen

Was man in Bayern oder Sachsen schon seit Jahren gewohnt ist, dass die SPD dort unter 20 Prozent der Wählerstimmen rangiert, scheint sich nun auf Bundesebene zu verfestigen. Seit Monaten sinken die Umfragewerte der SPD schneller, als man sich das jemals vorstellen konnte. Beim aktuellen ARD-DeutschlandTrend sind es nun nur noch 16 Prozent, die der Umfrage zufolge die SPD wählen würden. Andererseits nimmt das Wählerpotential der AfD stetig in beängstigendem Ausmaß zu, während verantwortliche Akteure der Partei sich mit ihren Hasstiraden förmlich überbieten, wie zuletzt am Aschermittwoch gegenüber türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Ottmar Miles-Paul

Barrierefreiheit im öffentlichen Raum gefordert

"Menschen mit Behinderung sind auf eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt angewiesen, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können“, stellt Dunja Fuhrmann, Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter, BSK, und Leiterin des BSK-Fachteams "Barrierefreiheit" fest. In einem Appell an die Straßenraum- und Verkehrsplaner in den Bundesländern fordert der BSK, Barrierefreiheit gemäß dem Behindertengleichstellungsgesetz aufzunehmen und das barrierefreie Bauen verbindlich und bundeseinheitlich vorzuschreiben. Symbol Ausrufezeichen

Warten auf den Rest der Beratungsstellen

Die Bewilligung der Anträge für die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) zieht sich weiter hin. Derzeit stehen etwa 320 der insgesamt ca. 400 Beratungsstellen, die bewilligt werden sollen, in der veröffentlichten Liste, die den Stand vom 31. Januar 2018 aufweist. Es gibt also noch eine Reihe von Beratungsstellen, die noch nicht bewilligt wurden. Dazu gehört beispielsweise auch das Stuttgarter Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL), das schon seit vielen Jahren Erfahrungen mit dem im Bundesteilhabegesetz geforderten Peer Counseling hat und in Baden-Württemberg fast die einzige Beratungsstelle dieser Art ist. Logo: EUTB - ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Neuer Newsletter zu Behindertenrechts-Klagen in englisch

Dr. Adolf Ratzka vom Independent Living Institute in Stockholm plant den Aufbau und die Verbreitung eines internationalen Newsletters zu Behindertenrechtsklagen in englischer Sprache. Wer daran interessiert ist, kann sich bereits jetzt in das Formular zur Aufnahme in den Verteiler für den kostenlosen Newsletter eintragen, wie Dr. Adolf Ratzka den kobinet-Nachrichten mitteilte. Foto zeigt Dr. Adolf Ratzka

Flexible Förderhöhe beim Budget für Arbeit angestrebt

Das Budget für Arbeit ist seit 1. Januar 2018 bundesweit in Kraft. In vielen Bundesländern ist eine Regelung zur Höchst-Grenze der Lohn-Förderung noch nicht getroffen. In Nordrhein-Westfalen soll es zukünftig möglich sein, dass der Deckel der Förderhöhe in begründeten Einzelfällen überschritten werden kann. Dies berichtet Manfred Becker aus Bonn, der sich bei den nordrhein-westfälischen Kostenträgern umgehört hat. Budget, Geldscheine

EU: Mehr Maßnahmen für behinderte Frauen

Die ständige Studiengruppe für die Rechte von Menschen mit Behinderungen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) hat am 9. Februar eine öffentliche Anhörung zum Thema "Frauen mit Behinderungen in der EU: Sachlage und Perspektiven" veranstaltet. Darauf hat Cordula Schuh die kobinet-Nachrichten aufmerksam gemacht und die Ergebnisse vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Eine Schlussfolgerung ist: "Um die Rechte von Frauen mit Behinderungen umzusetzen, muss die EU-Gesetzgebung mehr zielgruppenspezifische Maßnahmen beinhalten." Flagge Europa

Diese Nachrichten stellt freundlicherweise Kobinet zur Verfügung.
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